Stadtbahnanschluss für Hemmingen

Umfang der Maßnahme

Die Stadtbahnverlängerung nach Hemmingen hat bereits einen langen planerischen Vorlauf. Seit den 90er Jahren ist dieses Vorhaben in den Nahverkehrsplänen und Regionalen Raumordnungsprogrammen der Region Hannover und ihres Rechtsvorgängers enthalten. Nach einer Machbarkeitsstudie von 1991 wurde die eigentliche Vorplanung im Zeitraum 1998 – 2003 durchgeführt. Die Genehmigungsplanung wurde in 2 Abschnitten durchgeführt. Der Bau erfolgt – ohne Zwischeninbetriebnahme – komplett über beide Abschnitte.

Abschnitt 1 (Wallensteinstraße bis Hemmingen/Saarstraße)

Der erste Abschnitt der Stadtbahnstreckenverlängerung hat eine Länge von 1.557 m und verläuft mittig in der Göttinger Chaussee bzw. in Westerfeld in der Mitte der Göttinger Landstraße auf besonderem Bahnkörper. Die drei geplanten Haltestellen:

  • Unter den Birken
  • Stadtfriedhof Ricklingen und
  • Hemmingen / Saarstraße

erhalten Mittelhochbahnsteige jeweils mit beidseitigen Rampen und werden mit ca. 4,0m Breite und 70m Länge für 3-Wagen-Züge der Serien TW2000 und TW 3000 ausgelegt. Die geplante Brücke der Ortsumgehung B3neu über die Göttinger Chaussee muss stadtbahnbedingt eine größere lichte Weite erhalten. Der Durchlass der verlegten Ihme muss zur Aufnahme der Stadtbahngleise ebenfalls verbreitert, also erneuert werden. Auf der Fläche der zurückzubauenden Frankfurter Allee entsteht nördlich der Ihme das Gleichrichterwerk Westerfeld.
Der barrierefreie Zugang wird beidseitig durch Rampen realisiert.

Bis zur Einmündung Tillystraße muss die Fahrbahn zur Aufnahme der Stadtbahngleise nach Osten verbreitert werden.
Ab der Einmündung Schnabelstraße bis zum Knotenpunkt Mühlenholzweg / Am Grünen Hagen müssen die Gleise bereichsweise für den Kraftfahrzeugverkehr überfahrbar gestaltet werden, da die vorhandene Straßenbreite nicht ausreicht, um die notwendigen Fahrstreifen zusätzlich zu einem besonderen Gleiskörper anzulegen und Eingriffe in die privaten Grundstücke sich wegen vorhandener Grenzbebauung verbieten.
Ab dem Knotenpunkt Mühlenholzweg / Am Grünen Hagen werden die Gleise auf besonderem Bahnkörper auf der Ostseite zur Anlage des Mittelhochbahnsteiges an der Haltestelle Stadtfriedhof Ricklingen nach Westen aufgeweitet. Auf Grund des insgesamt zu schmalen Straßenraumes werden bis zum Stadtfriedhof Ricklingen Eingriffe in die Nebenanlagen und privaten Grundstücke an der Westseite notwendig.
Der vorhandene Straßenraum der Göttinger Chaussee muss bis zum Anschluss an die Frankfurter Allee / Göttinger Landstraße an der Stadtgrenze Hannover / Hemmingen für die Unterbringung der Stadtbahngleise beidseitig aufgeweitet werden. In diesem Bereich bis südlich des Hochbahnsteiges Hemmingen / Saarstraße werden beidseitig gemeinsame Geh-/Radwege angelegt.
Direkt südlich der signalgesicherten Einmündung der Saarstraße am Ortseingang von Hemmingen Ortsteil Westerfeld ist der Mittelhochbahnsteig der Haltestelle Hemmingen / Saarstraße angelegt.

Planfeststellungsverfahren (Abschnitt 1)

Der Planfeststellungsbeschluss für den 1. Abschnitt ist am 17.12.2012 ergangen.

Abschnitt 2 (Saarstraße bis Endpunkt südlich Weetzener Landstraße)

Der zweite Abschnitt der Stadtbahnstreckenverlängerung im Bereich der Stadt Hemmingen hat eine Länge von 1.760 m und wurde grundsätzlich nach dem gleichen Konzept geplant wie der erste Abschnitt. Er verläuft zum überwiegenden Teil auf besonderem Bahnkörper mittig in der Göttinger Landstraße mit den Haltestellen:

  • Hemmingen / Zentrum
  • Hemmingen / Berliner Straße
  • Endpunkt Hemmingen

Südlich des ebenfalls lichtsignalanlagegesicherten Fußgängerüberweges am südlichen Zugang des Hochbahnsteiges Hemmingen / Saarstraße wird der Kraftfahrzeugverkehr in Fahrtrichtung Arnum auf das ab hier überfahrbar gestaltete Gleis geführt. Die Haltestelle Hemmingen / Zentrum wird nördlich des Knotenpunktes Kirchdamm / Deveser Straße ebenfalls als Mittelhochbahnsteig mit beidseitigen Rampen angelegt.

Ab der Haltestelle Hemmingen / Zentrum verläuft die Stadtbahntrasse bis zur Weetzener Landstraße in einer Geraden; mit Ausnahme des Gleises der Fahrtrichtung Hannover, welches zur Aufnahme der Mittelhochbahnsteige bereichsweise nach Osten aufgeweitet wird. Die beiden Sackgassen Wiedholz und Hahnenkamp werden über Gehwege an den Gehweg der Göttinger Landstraße angeschlossen.
An der unmittelbar südlich der Kreuzung gelegenen Haltestelle Hemmingen / Berliner Straße wird auch das Gleis der Fahrtrichtung Hannover im Bereich des Mittelhochbahnsteiges als vom Kraftfahrzeugverkehr nicht befahrbarer besonderer Bahnkörper geplant.
Im Knotenpunkt Weetzener Landstraße verläuft die Stadtbahntrasse zunächst dem heutigen Straßenverlauf folgend in einem Bogen nach Westen, um in Höhe des Grundstückes Göttinger Landstraße Nr. 102 in die östliche Seitenlage der Göttinger Landstraße zu verschwenken. Die Kreuzungen der Stadtbahngleise mit der Richtungsfahrbahn Hannover sowie mit dem östlichen gemeinsamen Geh- und Radweg werden mit Lichtsignalanlagen gesichert. Danach wird der Gleisabstand für die Umsteigeanlage stark aufgeweitet, um die innen-liegenden Seitenhochbahnsteige und die dazwischen angeordnete Busfahrbahn aufzunehmen. Die Busfahrbahn wird über Rampen auf die Höhenlage der Hochbahnsteige geführt, um einen barrierefreien direkten Umstieg zwischen Stadtbahnen und Bussen zu ermöglichen. Parallel zum Hochbahnsteig wird eine Park + Ride – Anlage mit integriertem überdachten und teilweise abschließbaren Fahrradabstellplatz angelegt. Für die hier endende Buslinie 300 wird nördlich des Hochbahnsteiges eine Wende-schleife angelegt, in deren Mitte ein Gebäude für Sozial- und Sanitärräume für Stadtbahn- und Busfahrer, Gleichrichterwerk sowie eines Anschluss- und Steuerungsraums.
Im Anschluss an die Umsteigeanlage werden die Gleise wieder zusammengeführt, um über einen vorgeschalteten doppelten Gleiswechsel die zweigleisige Kehranlage nachzuschalten.

Planfeststellungsverfahren (Abschnitt 2)

Aufgrund von Planänderungen im Planfeststellungsverfahren zum Abschnitt 2 gab es eine Neuauslegung mit Blaudruck für das Verfahren für den zweiten Planfeststellungsabschnitt zwischen Hemmingen-Westerfeld/Saarstraße und dem Endpunkt Hemmingen (südlich Weetzener Landstraße)  im Zeitraum vom Mi, den 22.04.15 bis Do,  den 21.05.15.

Der Erörterungstermin fand am 7. Oktober 2015 statt. Der Planfeststellungsbeschluss vom 1.4.2016 ist inzwischen rechtskräftig, also vollziehbar.

Rahmentermine der Bauausführung

Eine Realisierung der Stadtbahnverlängerung steht in unmittelbarem inhaltlichen und zeitlichen Zusammenhang mit dem Bau der Ortsumgehung B3. Derzeit wird davon ausgegangen, dass die bauliche Umsetzung in den Jahren 2016 bis 2021 erfolgen kann.

Im Jahre 2016 werden Leitungsbauarbeiten durchgeführt.

  • Baumfällungen und Trassenräumung auf der Ostseite der Göttinger Chaussee im Abschnitt Wallensteinstraße bis zur Einmündung der Göttinger Chaussee in die derzeitige B3. [Beginn in der 07. KW, Dauer insgesamt ca. 4 Wochen, Baumfällung bis 29.2.2016]
  • Herstellung einer Horizontalbohrung vom ehemaligen Gelände der Firma Trebing in Richtung Hemmingen – Saarstraße zur Unterfahrung der Ihme für die Verlegung von Versorgungsleitungen. [Beginn in der 07. KW, Dauer ca. 3 Monate]
  • Verlegung von Informations- und Energiekabeln in den Nebenanlagen der Göttinger Chaussee im Abschnitt Wallensteinstraße bis In der Rehre. [Beginn 07. KW, Dauer bis Dezember 2016]

 

Im Jahre 2017 wird der Leitungsbau durch Enercity und die Stadtentwässerung Hannover fortgesetzt.

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Downloads (Abschnitt 2)

An dieser Stelle sind einige der zur Genehmigung eingereichten Unterlagen auszugsweise zur allgemeinen Information veröffentlicht. Die rechtlichen Vorgaben und Fristen des Planfeststellungsverfahrens bleiben von dieser Veröffentlichung unberührt.

Dokument Art
Übersichtslageplan PDF-Dokument
Lageplan 1 PDF-Dokument
Lageplan 2 PDF-Dokument
Lageplan 3 PDF-Dokument
Lageplan 4 PDF-Dokument
Lageplan 5 PDF-Dokument
Erläuterungsbericht PDF-Dokument

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