Projekt ZEHNSIEBZEHN

Das Projekt ZEHN SIEBZEHN bezeichnet den Ausbau der Stadtbahnstrecke D-West für die Linien 10 und 17 in der Innenstadt. Zwischen den Haltestellen Glocksee und Hauptbahnhof / Raschplatz wird die Innenstadtstrecke barrierefrei ausgebaut und für den Betrieb der silbernen Schienenfahrzeuge vorbereitet. Gleichzeitig werden die Straßenräume im Verlauf der Stadtbahnlinien baulich aufgewertet und mit attraktiven Seitenräumen, Radverkehrsanlagen und Stellplätzen ausgestattet.

Durch Verlegung der Haltestelle Steintor in die Münzstraße und den Bau eines neuen Streckenabschnittes mit Endhaltestelle am Raschplatz entstehen direkte Umsteigeverbindungen zu den bestehenden Tunnelstationen. Der Streckenabschnitt zum Aegi wird dann aufgegeben.

Für dieses Projekt ZEHN SIEBZEHN sind vier Jahre Bauzeit (bis Ende 2018) eingeplant, um Strecken und Haltestellen auszubauen und die Straßenräume modern zu gestalten. Ein weiterer Teil der Innenstadt zeigt sich dann in neuem Glanz.

Termine / weiterer Ablauf

Ab Mitte Februar werden die Leitungsbaumaßnahmen in der Kurt-Schumacher-Straße fortgeführt. Mitte April beginnen dann die eigentlichen Bauarbeiten im Straßenraum. Ende 2016 sollen die Hochbahnsteige Goetheplatz und HBF/Rosenstraße in Betreib gehen. Einzelheiten zu den Bauabläufen können Sie rechts auf dieser Seite unter Downloads anschauen.

Nov. 15

Häufige Fragen

Planung

Wie wird der barrierefreie Ausbau umgesetzt?

 Die fünf Stationen der Linien 10 und 17 in der Innenstadt werden barrierefrei. Das heißt: Der Ein- und Ausstieg in die Bahn wird stufenlos über Rampen auf die neuen Hochbahnsteige möglich sein. Alle Hochbahnsteige sind dann für sehbehinderte Menschen über blindengerechte Signalanlagen erreichbar und erhalten die erforderliche taktile Ausstattung, die Sehbehinderte für ihre Orientierung benötigen.

Der Umstieg in andere Linien wird sich an einigen Haltestellen erleichtern. Der neue Endpunkt Hauptbahnhof/Raschplatz verkürzt den Weg zu den unterirdisch verkehrenden Linien. Die neue Haltestelle am Steintor wird über der zugehörigen UBahn-Station liegen. Am Steintor können Sie zukünftig über Treppen und Aufzüge direkt umsteigen – ohne Überqueren der Fahrbahn.

Was ist der Hintergrund für den neuen Endpunkt Hauptbahnhof/Raschplatz?

 Die heutige Haltestelle auf dem Ernst-August-Platz liegt etwa mittig zwischen den Stadtbahnstationen Hauptbahnhof und Kröpcke. Der Bau eines Hochbahnsteigs ist an dieser Stelle aus städtebaulichen Gründen nicht möglich und aufgrund der derzeit langen Umsteigewege auch nicht sinnvoll. Etwa ein Drittel der heute auf dem Ernst-August-Platz aussteigenden Fahrgäste geht über den Bahnhofsvorplatz und durch den gesamten Hauptbahnhof, um dann in der unter dem Raschplatz gelegenen Stadtbahnstation in andere Stadtbahnlinien umzusteigen. Für diese Fahrgäste wird mit dem Bau eines Hochbahnsteigs am Raschplatz eine direkte, barrierefreie Umsteigesituation geschaffen. Hierdurch verkürzt sich die Reisezeit.

Die Verlegung der Haltestelle vom Ernst-August-Platz in die Kurt-Schumacher-Straße schafft die Möglichkeit, auch diese Haltestelle mit einem Hochbahnsteig auszustatten. Die Erreichbarkeit der Innenstadt (ein Drittel der Fahrgäste) sowie die Erreichbarkeit der Züge im Nah- und Fernverkehr im Hauptbahnhof (ebenfalls etwa ein Drittel der Fahrgäste) verändert sich dadurch nicht wesentlich.

Warum wird die Haltestelle am Aegidientorplatz aufgegeben?

 Der Entschluss, die Umsteigesituation am Bahnhof zu verbessern, hatte im Gesamtkonzept Priorität. Deswegen wird der Endhaltepunkt an den Raschplatz verlegt.

 Da der Streckenabschnitt zwischen Hauptbahnhof und Aegidientorplatz wenig nachgefragt ist, wird dieser Abschnitt künftig aufgegeben. Der Aegidientorplatz bleibt weiterhin über sieben Stadtbahn- und drei Buslinien erreichbar.

Was ändert sich für den Busverkehr?

 Die Modernisierung der Stadtbahnlinien 10 und 17 bewirkt auch einen Ausbau der entlang dieser Strecke befindlichen Bushaltestellen. Sie erhalten Hochborde, um mobilitätseingeschränkten Fahrgästen einen einfacheren Einstieg in die Fahrzeuge zu ermöglichen. Auch wird die Lage und Ausstattung der Bushaltestellen verbessert, um schneller und bequemer zwischen Stadtbahn und Bus wechseln zu können, wie zum Beispiel am Goetheplatz.

Was wird der Umbau kosten?

 Die Kosten belaufen sich nach jetziger Planung auf 40 bis 50 Millionen Euro. Die Mittel sind durch die Region und die Stadt aufzubringen. Fördermittel des Landes Niedersachsen werden erwartet.

Bauphase

Wie ist der exakte Ablauf innerhalb einer Bauphase?

 Die Bautätigkeiten beginnen jeweils mit vorbereitendem Leitungsbau, darauf folgt der Neubau der Gleise. Die Fahrbahnen werden dann in neuer Lage wiederhergestellt. An den Haltestellen werden dann Hochbahnsteige errichtet. Im nächsten Schritt werden die Fahrbahn, die Radverkehrsanlagen und die Seitenanlagen gestaltet und die Straßen durch Bäume und neue Beleuchtungen komplettiert. Ein Bauabschnitt dauert eineinhalb bis zwei Jahre, die bisherige Planung sieht einen Abschluss der Baumaßnahmen für Ende 2018 vor.

Wie werden Betroffene von den Baumaßnahmen informiert?

 Die Anlieger, Gewerbetreibenden und Verkehrsteilnehmer erhalten vor Baubeginn (ab Mitte 2014) gesonderte Informationen und werden auch während der Bauphasen immer wieder über wichtige Maßnahmen und Änderungen informiert.

Was ändert sich für den Kraftfahrzeugverkehr in der City?

 Die bedeutendste Änderung ist, dass der Durchgangsverkehr aus der Kurt-Schumacher-Straße herausgenommen und so die Verkehrsbelastung reduziert wird. Dies wird so erreicht, dass das Linksabbiegen aus der Kurt-Schumacher-Straße in die Lister Meile (Posttunnel) und in der Gegenrichtung das Rechtsabbiegen nicht mehr möglich sein werden. Die Innenstadt-Parkhäuser bleiben weiterhin alle erreichbar – ohne Belastung der Anfahrt durch den Durchgangsverkehr. Zwei unabhängige Verkehrsgutachten haben die Leistungsfähigkeit des Straßennetzes nach dem Umbau nachgewiesen.

 Der Autoverkehr wird während der Bauphasen besonders im Bereich zwischen Steintor und Bahnhof einige Male eingeschränkt sein. Alle Verkehrsteilnehmer werden sich hier auf Umleitungen und Wartezeiten einstellen müssen. Wir bitten Sie schon jetzt um Geduld und Verständnis.

Was ändert sich für die Fahrgäste in der Bauphase?

 Während der einzelnen Bauabschnitte wird es auch zu Einschränkungen und Änderungen im öffentlichen Nahverkehr kommen. Über Einzelheiten werden wir Sie in Bussen und Bahnen sowie über Pressemitteilungen rechtzeitig informieren.

Was bedeutet der Umbau für die Anwohner und Einzelhändler?

 Wir werden alle Anlieger direkt über anstehende Baustellen und damit verbundene Beeinträchtigungen rechtzeitig informieren. Dafür wird in der Bauphase auch eine Informationsstelle eingerichtet und es werden persönliche Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Zukunft

Wann werden die übrigen Haltestellen der Stadtbahnlinie 10 barrierefrei ausgebaut?

 Die Region Hannover sieht vor, dass die infra alle Haltestellen der Linie 10 in den nächsten Jahren mit Hochbahnsteigen ausstattet. Außerhalb des Projekts ZEHN SIEBZEHN gibt es noch fünf weitere Haltestellen in Linden-Nord und Limmer, die heute noch nicht barrierefrei sind. Diese Haltestellen – Am Küchengarten, Leinaustraße, Ungerstraße, Wunstorfer Straße und Harenberger Straße – sollen ebenfalls ab 2016 bis ca. 2020 Hochbahnsteige erhalten. Zunächst soll die Haltestelle Am Küchengarten entsprechend umgebaut werden.

Informationen aus 1. Hand

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