Erneuerung der Stadtbahngleise in der Vahrenwalder Straße wird abgeschlossen

Hannover, 13.11.2019 : Drohnenfoto an der Baustelle der Vahrenwalder Str., © Tobias Wölki

Die ersten Grashalme sprießen bereits zwischen den Stadtbahnschienen im Bereich Alter Flughafen auf der Vahrenwalder Straße. Der größte Teil der Baustellenabsperrungen, die hier fast drei Monate lang das Bild prägten, sind verschwunden. Exakt wie geplant wird in der kommenden Woche die Erneuerung der Gleise zwischen den Haltestellen Alter Flughafen und Wiesenau abgeschlossen. Danach stehen nur noch kleinere Restarbeiten an, die nicht mehr zu nennenswerten Verkehrsbehinderungen führen sollen.

Die Mitarbeiter der beteiligten Baufirmen legten zwei Wochen lang zusätzliche Nachtschichten ein, um die Betriebspausen der Stadtbahn auszunutzen. An sechs Wochenenden ruhte der Stadtbahnverkehr der Linie 1 in dem Streckenabschnitt ganz, sodass dann rund um die Uhr im 24-Stunden-Schichtbetrieb die Gleise auf dem gut einen Kilometer langen Abschnitt erneuert werden konnten. Manche Arbeiten sind nur möglich, wenn keine Stadtbahnen fahren. Besonders große Baufortschritte wurden nochmals während der letzten Betriebsunterbrechung vom Reformationstag bis einschließlich zum darauf folgen Sonntag erzielt. Bis zu 40 Mitarbeiter der Baufirmen waren zeitweise pro Schicht im Einsatz. So gelang es der Infrastrukturgesellschaft Region Hannover (infra) als Bauherr, die unumgänglichen Verkehrsbehinderungen auf die kürzest mögliche Zeit zu beschränken.

Die umfangreichen Gleisbauarbeiten hatten in der letzten Augustwoche begonnen. Die Gleise zwischen Alter Flughafen und Wiesenau mussten komplett ausgewechselt werden. Die Stadtbahnen hatten in den vergangenen 30 Jahren ihre Spuren hinterlassen, die Gleise waren abgenutzt. Bis auf die sechs Wochenendsperrpausen fuhren die Stadtbahnen im normalen Betrieb. Zumeist stand jedoch nur ein Gleis für beide Fahrtrichtungen zur Verfügung. Deshalb mussten Weichen eingebaut werden, um den Stadtbahnzügen das Wechseln auf das jeweilige Fahrgleis zu ermöglichen.

Um den Fahrzeugen der Baufirmen ausreichend Platz zu geben, mussten auf beiden Seiten der Vahrenwalder Straße die jeweils an die Gleise angrenzenden Fahrspuren gesperrt werden. Der Bereich diente auch zum Lagern von Baumaterial. „Die Sperrung war unumgänglich und führte natürlich zu zeitweise beträchtlichen Staus im Straßenverkehr“, sagt der Bauherrenvertreter der infra, Wolfgang Ehelebe. Besonders belastet wurden Autofahrer, weil auch die Überfahrten der Vahrenwalder Straße in die Nebenstraßen zeitweise gesperrt waren.

Im ersten Bauabschnitt betraf dies nur die Überfahrt Alter Flughafen. Da sie nicht so häufig benutzt wird, hielten sich die Staus in Grenzen. Im zweiten Bauabschnitt hingegen waren die Überfahrten Kugelfangtrift/Industrieweg sowie Heinrich-Heine-Straße betroffen. Auch dort wurden die Gleise komplett ausgetauscht. Es kam dadurch immer wieder zu größeren Behinderungen. Da der Raum zwischen den Schienen in den Überfahrten mit Beton und Gussasphalt ausgefüllt wird, der einige Zeit abbinden und härten muss, ließen sich längere Sperrungen nicht vermeiden. „Wir haben die Überfahrten aber so schnell wieder frei gegeben, wie es technisch vertretbar war“, versichert Bauherrenvertreter Wolfgang Ehelebe. Durch die Aufteilung in zwei Bauabschnitte wurden die Arbeiten entzerrt und es war möglich, nicht alle drei Überfahrten gleichzeitig sperren zu müssen.

Auf dem nun sanierten Streckenabschnitt sind so genannte Rasengleise verlegt worden. Die begrünten Bahnkörper sind wesentlich umweltfreundlicher als Schottergleise. Durch das Gras zwischen den Schienen wird der Lärm erheblich gedämmt. Gleichzeitig dient das Grün dem Klimaschutz.

Die Baumaßnahme hat rund 3,5 Millionen Euro gekostet. Die beiden Haltestellen in dem Streckenbereich – Alter Flughafen und Wiesenau – sollen voraussichtlich in den Jahren 2021 und 2022 zu Hochbahnsteigen umgebaut werden. Gleisbauarbeiten sind dann nicht mehr erforderlich.

infra Infrastrukturgesellschaft
Region Hannover GmbH
Lister Straße 17
30163 Hannover

Telefon: (0511) 35 77 98-0
Fax: (0511) 35 77 98-15
info@infra-hannover.de

Pressekontakt