Bau zweier Hochbahnsteige bringt Einschränkungen für Autofahrer mit sich

Wegen des Baus der Hochbahnsteige an den Haltestellen Kabelkamp und Windaustraße der Stadtbahnlinie 1 auf der Vahrenwalder Straße kommt es seit Mittwoch, 11. Februar, zu massiven Beeinträchtigungen für den Autoverkehr. So steht für den Abschnitt der Vahrenwalder Straße zwischen dem Kabelkamp und dem Bereich kurz vor der Einmündung des Großen Kolonnenwegs in Fahrtrichtung stadteinwärts nur noch ein Fahrstreifen zur Verfügung. Die Vahrenwalder Straße ist die wichtigste Verbindung zwischen der Innenstadt Hannovers und dem Norden mit der Auf- und Abfahrt der Autobahn 2.

Die Einspurigkeit ist ein Novum – bisher standen beim Hochbahnsteigbau auf der Vahrenwalder Straße immer mindestens zwei Spuren zur Verfügung. „Wir machen das nicht gerne, aber wegen des Umfangs der Arbeiten ist es in diesem Fall unumgänglich“, erklärt Martin Vey, Prokurist der für die Tunnels und Gleise der Stadtbahn zuständigen Infrastrukturgesellschaft (infra) der Region Hannover. Der Straßenraum werde für nicht nur für die Bauarbeiten, sondern auch für Baumaschinen und das Lagern von Baumaterial benötigt. „Wenn es keinen Wintereinbruch mehr gibt, gilt die Einspurigkeit bis zum Beginn der Sommerferien Anfang Juli“, sagt Vey.

Während der Osterferien vom Freitag, 20. März, an gilt die Einspurigkeit in dem Abschnitt für zwei Wochen bis zum frühen Morgen des 3. April auch in Fahrtrichtung stadtauswärts. Ebenfalls betroffen ist in diesem Zeitraum der Stadtbahnverkehr. „Wir können nicht alle Arbeiten im laufenden Betrieb vornehmen“, erklärt Vey. Die die Stadtbahnlinie 1 der Üstra pausiert deshalb. Stattdessen richtet das Verkehrsunternehmen einen Ersatzverkehr mit Bussen ein und wird die Fahrgäste über dessen genauen Ablauf demnächst informieren.

Der Bau des Hochbahnsteigs am Kabelkamp hat noch eine weitere Folge für den Straßenverkehr. „Wir müssen leider bis Ende des Jahres die Gleisüberfahrt an der Kreuzung Vahrenwalder Straße mit dem Kabelkamp und dem Sahlkamp sperren“, erläutert Vey. Dadurch ist ein Linksabbiegen von der Vahrenwalder Straße in den Kabelkamp (Fahrtrichtung stadtauswärts) und in den Sahlkamp (stadteinwärts) nicht möglich. Gleiches gilt für Rechtsabbieger aus den beiden Nebenstraßen zur Vahrenwalder Straße. Die jeweils empfohlenen Umleitungsstrecken sind ausgeschildert. Ebenfalls betroffen sind Radfahrer und Fußgänger, die die Vahrenwalder Straße an der Kreuzung während der Bauarbeiten nicht überqueren können.

Der Hochbahnsteig am Kabelkamp kostet nach Angaben von Vey 7,7 Millionen Euro, derjenige an der Windaustraße 8,5 Millionen Euro. Beide sollen Ende des Jahres in Betrieb gehen. Dann ist die Linie 1 auf stadthannoverschem Gebiet komplett barrierefrei; im nördlichen Abschnitt auf Langenhagener Gebiet fehlen noch die Stationen Berliner Platz und Angerstraße. Für die Angerstraße will die infra noch in diesem Jahr das Genehmigungsverfahren starten.

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